· 

Ein Tauchausflug in den Tunku Abdul Rahman Marinepark

Der Tunku Abdul Rahman Marine Park umfasst insgesamt 5 Inseln und liegt vor der Küste von Kota Kinabalu. Die Inseln sind ganz einfach mit dem Boot in einer Viertelstunde ab Kota Kinabalu Jesselton zu erreichen. Durch die Nähe zur Stadt und die einfache Anreise ist auf den Inseln immer etwas los. Die Inseln laden zum Relaxen, Tauchen und Schnorcheln ein und bieten eine entsprechend gute Infrastruktur. Für Spaß und Action ist gesorgt, Ruhe und Idylle findet man dagegen eher weniger.

 

Den Tunku Abdul Rahman Park besuchte ich im Rahmen einer Tauchausfahrt. Hier war ich wieder mit Scuba Junkies unterwegs, mit denen ich auf Mabul und Sipadan sehr gute Erfahrungen gesammelt habe (*unbezahlte Werbung weil Nennung und Empfehlung).

Früh morgens traf ich im Office ein für ein erstes Briefing, dann ging es auch schon aufs Boot. Das ging überraschend schnell und wir hatten bis dahin auch noch keine Ausrüstung bekommen. Auf meine Nachfrage hin wurde ich beruhigt mit „we have everything under control, don’t worry and enjoy your vacation“. Na dann. Auf der Überfahrt bekamen wir dann auch unsere Ausrüstung und waren tatsächlich eine gute Viertelstunde später am Tauchplatz und bereit für den ersten Tauchgang.

 

Dafür hatten wir einen jungen Divemaster, der uns die bunte Unterwasserwelt rund um Sapi Island näher brachte. Der Tauchgang war recht flach und wir blieben die meiste Zeit auf ca. 10 Metern. Dabei haben wir viele intakte Korallen gesehen mit einer Vielzahl von Rifffischen. Highlights waren Black Tip Sharks und Oktopusse und rießige Kofferfische. Den entspannten Tauchgang rundete dann eine Begegnung mit einer Schildkröte ab, die uns während dem Safety Stop auf 5 Metern begleitete.

Zur Oberflächenpause legten wir in Gaya Island an und entspannten ein wenig am Strand, bis wir zum zweiten Tauchgang wieder Richtung Sapi fuhren. Der zweite Tauchgang hat sich sehr vom ersten unterschieden, da wir vom Riff weg über sandigem Grund tauchten um ein dort ansäßiges Seepferdchen aufzuspüren. Die Visibilität war super schlecht im Vergleich zum ersten Tauchgang, aber wir wurden tatsächlich fündig und konnten das sehr schwangere Seepferdchen aus nächster Nähe beobachten. Super cool und meine erste Seepferdchen-Begegnung. Zum Glück hatten wir noch genug Druck in unseren Flaschen und konnten zum Abschluss nochmal an das Riff und die dortigen bunten Fische beobachten. Hier ist mir insbesondere ein sehr munterer Oktopus in Erinnerung geblieben.

 

Zurück auf Gaya Island gab es ein leckeres Mittagessen im Restaurant bevor der letzte Tauchgang des Tages stattfinden sollte. Diesen Tauchgang musste ich leider ausfallen lassen, aufgrund der Flugzeiten am nächsten Tag. Auch wenn ich vor Ort ermutigt wurde zu Tauchen, weil der Flug noch 22h entfernt war, habe ich auf 24 Stunden Tauchfrei bestanden. Hier geht die Sicherheit einfach vor und da möchte ich absolut kein Risiko eingehen. Dafür gibt es im Tunku Abdul Rahman Park auch viele weitere Freizeitmöglichkeiten. Ich habe für mich ein tolles Alternativprogramm gefunden und die Zipline ausprobiert, die die Inseln Gaya und Sapi miteinander verbindet. Ein richtig cooles Erlebnis und bei der Aussicht absolut lohnenswert. Die Bootsfahrt von Sapi zurück nach Gaya ist im Preis übrigens inkludiert.

 

Zurück auf Gaya habe ich meine Tauchergruppe getroffen und wir fuhren wieder zurück nach Kota Kinabalu. Dabei bot sich ein wundervoller Ausblick auf die Stadt und den Mount Kinabalu im Hintergrund. Es erschien total unwirklich, das meine Besteigung dieses Berges gerade einmal 2 Wochen her war.

 

Fazit Tunku Abdul Rahman Marinepark

Ich fand den Ausflug super, die Inseln sind richtig schön, die Tauchplätze machen Spaß. Es gibt sicherlich idyllischere Plätze auf Borneo, die weit weniger touristisch sind, dennoch lohnt sich ein Tag an diesem beliebten Ausflugsziel. Die Tauchplätze können vielleicht nicht mit Sipadan und den dortigen Großfischen mithalten, dennoch gibt es schöne intakte Korallenriffe, große Barracuda-Schwärme, Schildkröten, Haie. Ein Tag reicht nicht aus um alle 5 Inseln zu besuchen, aber gibt schon einen ganz guten Einblick in den Marinepark.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Edelmama (Donnerstag, 19 März 2020 13:05)

    Super interessant, War doch ein tolles Erlebnis, das schwangere Seepferdchen hat’s mir besonders angetan,wird jetzt wohl sicher nicht mehr schwanger sein

Hier schreibe ich, Steffi, von meinen kleinen und größeren Reisen in der Heimat und rund um die Welt. Ich habe nie meinen Job gekündigt um die Welt zu bereisen, aber ich nutze jede Gelegenheit unseren schönen Planeten zu erkunden. Auf travel and other stories zeige ich euch, dass man sich auch mit Vollzeitjob kein Abenteuer entgehen lassen muss