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Island mit kleinem Budget - Tipps für die Reisekasse

Sonnenuntergang am Goðafoss
Sonnenuntergang am Goðafoss

 

 

"The best things in life are free. The second-best are very expensive"

(Coco Chanel)

 

 

 

 

Seit vielen Jahren träumten wir davon einmal nach Island zu reisen. Einmal auf Island-Ponys in Island zu reiten war seit unser Kindheit ein großes Ziel. Diesen Traum haben wir uns dieses Jahr mit 30 bzw. 28 endlich erfüllt. Warum wir so lange gewartet haben? Weil Island ganz schön teuer ist! Während des Studiums hätte ich mir nicht vorstellen könne, eine Reise auf die Insel zu machen. Erst jetzt, mit ein paar Jahren Berufserfahrung und einer größeren Reisekassen haben wir es gewagt. 

 

Gleich vorweg, Island ist tatsächlich teuer und man kann hier eine ganze Menge Geld liegen lassen. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten zu Sparen und trotzdem eine tolle Zeit zu haben, sodass vielleicht gar nicht so viel Geld benötigt wird, wie man meinen könnte.

 

Die größten Kostenfaktoren sind sicherlich der Flug und die Unterkünfte. Wenn ihr beim Reisezeitraum etwas flexibel seid, könnt ihr auf Flugsuchmaschinen auf gute Angebote stoßen. Da wir an die Ferien gebunden waren, mussten wir mit einem höheren Flugpreis leben. Bei den Unterkünften bietet es sich an, lange im Voraus zu buchen. Wir haben darauf geachtet, dass wir immer Unterkünfte mit voll ausgestatteter Küche bekommen haben, sodass wir unser Essen selbst kochen konnten. Zum Frühstück gab es Löskaffee und Porridge mit frischem Obst, das ist schnell hergerichtet und geht sehr kostengünstig (den Kaffee sowie die Haferflocken hatten wir von zuhause mitgebracht, ebenso einen faltbaren Wasserkocher). Mittags haben wir uns selbst verpflegt mit belegten Broten und Obst. Abends wurde dann gekocht und zwar meistens recht einfach. Essen gehen ist möglich, aber tatsächlich richtig teuer (für ein gutes Essen in Reykjavík haben wir über 100€ zu zweit liegen lassen). Bei den Unterkünften haben wir neben Airbnb (*unbezahlte Werbung*) auch sehr gute Angebote auf Reiterhöfen gefunden.

 

Zum Transport bietet sich ein Mietwagen an. Damit können kostengünstigere Unterkünfte außerhalb der Hotspots gebucht werden (das war vor allem im Süden eine große Kostenersparnis) und ihr könnt auf teure Touren verzichten und die Sehenswürdigkeiten selbst anfahren. Beachtet hierbei bitte, dass der Sprit deutlich teurer ist als bei uns. Um einmal um die Ringroad zu fahren, haben wir ca. 3 Tankladungen (etwa 150€) benötigt.

 

"The best things in life are free" sagte einst Coco Chanel und das trifft sicher auch auf Island zu. Wie es sich für ein Outdoor-Land gehört sind die meisten Aktivitäten im Freien: Wasserfälle, Geysire, Geothermale Gebiete. Dafür wird kein Eintritt verlangt, die ganzen Naturwunder können also völlig kostenlos bestaunt werden. An einigen Orten wird allerdings eine ordentliche Parkplatzgebühr verlangt (z.B. beim Seljalandfoss oder Þingvellir-Nationalpark). Ihr sehr schon, eine ganze Menge an Highlights könnt ihr Erleben ohne einer Sparschwein töten zu müssen. Ihr wollt unbedingt in der Blue Lagoon Baden gehen? Schaut euch die Lagune doch erst einmal von außen an, vielleicht wollt ihr dann gar nicht mehr unbedingt rein. Lust auf Hot Tubs? Dann fahrt nach Akranes, denn hier dürft ihr völlig umsonst in die 36°C warmen Becken.

Mittagspause with a view *unbezahlte Werbung da Marken ersichtlich*
Mittagspause with a view *unbezahlte Werbung da Marken ersichtlich*
Picknick am Strand von Blönduós
Picknick am Strand von Blönduós
Spaziergang am Diamond Beach mit Wildtierbeobachtung (Seehunde)
Spaziergang am Diamond Beach mit Wildtierbeobachtung (Seehunde)

Falls ihr meinen Beitrag zu unserer Reiseroute gelesen habt Roadtrip Island, dann wisst ihr wahrscheinlich, dass wir uns doch einige Aktivitäten gegönnt haben, für die wir auch entsprechend bezahlt haben. Davon möchte ich euch hier eine kleine Übersicht geben sowie meine persönliche Empfehlung, ob es sich gelohnt hat.

 

  • Schnorcheln in der Silfraspalte war eines meiner Highlights. Dafür habe ich 15.000 ISK (ca. 110€) bezahlt. Das würde ich jederzeit wieder machen, aber ich bin auch eine absolute Wasserratte. Wer nicht ganz so viel Interesse an der Unterwasserwelt hat, kann sich das auch Sparen. Wie ihr im Blogbeitrag sehen könnt, gibt es auch von Land schon einiges zu entdecken.
  • Die Fahrt mit dem Amphibienfahrzeug im Jökulsárlón schlägt mit etwa 40€ zu buche. Die Tour war ganz nett und eine super Möglichkeit um ganz nah an die Eisberge heranzukommen. Dennoch würde ich die Fahrt nicht wiederholen. Das meiste lässt sich auch von Land aus sehen. Vor allem die Seehunde, die sieht man vom Diamond Beach aus noch besser.
  • Die Hot Tubs in Hoffell waren mit 500 ISK  (ca. 4€) Eintritt vergleichsweise günstig. Auch wenn es ein schönes Erlebnis war, so war es doch kein Highlight auf unserer Reise und kann auch weggelassen werden. 
  • Die Walbeobachtungstour in Húsavík war ein unvergessliches Erlebnis und würde ich jederzeit wiederholen. Wir hatten hier einen guten Deal erwischt und ein Kombiangebot mit dem
  • Ausritt auf Islandponys erwischt. Damit haben wir ca. 70€ für die Walbeobachtung und 60€ für den Ausritt bezahlt. Das sind verhältnismäßig richtig gute Preise. Ich hätte auf beide Erlebnisse nicht verzichten wollen. Wenn ihr selber keine Reiter seid, dann muss ein Ritt auf Isländer-Ponys auch nicht sein. Die Besonderheit dieser Ponys würdet ihr wahrscheinlich sowieso nicht merken und könnt daher gelassen auch einmal zuhause eine Probereitstunde nehmen, wenn euch das interessieren sollte.
  • Das Walmuseum in Húsavík schlägt mit etwa 13€ zu buche. Mir hat es sehr gut gefallen dort, aber wer kein Wal-Liebhaber ist, kann mit seinem Geld sicherlich auch etwas Anderes anfangen. Also kein Must-See.

 

Wer war schon in Island und kann weitere Tipps geben? Würde mich freuen, wenn dieser Artikel lebt um vielen Unentschlossenen weiter zu helfen.

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Hier schreibe ich, Steffi, von meinen kleinen und größeren Reisen in der Heimat und rund um die Welt. Ich habe nie meinen Job gekündigt um die Welt zu bereisen, aber ich nutze jede Gelegenheit unseren schönen Planeten zu erkunden. Auf travel and other stories zeige ich euch, dass man sich auch mit Vollzeitjob kein Abenteuer entgehen lassen muss