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Ko Surin - Tagestrip mit Schnorcheln im Paradies

Etwa 60km von der Küste Thailands befindet sich der Ko Surin Nationalpark, bestehend aus den zwei großen Inseln Ko Surin Nua (Nord-Surin) und Ko Surin Tai (Süd-Surin) sowie einigen weiteren kleinen Inseln. Die Inseln bieten Urwald, paradiesische Sandstrände sowie kristallklares Wasser. Die Unterwasserwelt ist von einer großen Artenvielfalt gekennzeichnet, inklusive Chancen auf Großfische und machen die Inseln zu einem beliebten Ziel bei Tauchern und Schnorchlern.

 

Da ich bei meiner Thailand-Reise schon 2 Tage vor Beginn meines Tauchscheins in Khao Lak angekommen bin, habe ich die Zeit genutzt um mich mit einem Schnorcheltrip zu den Surin Islands auf die Unterwasserwelt Thailands einzustimmen. Den Ausflug hatte ich bereits von Deutschland aus bei WOW! Andaman gebucht (unbezahlte Werbung). Hier direkt mein Tipp, macht das nicht mit dem vorab buchen. Vor Ort wäre der Trip sehr viel günstiger gewesen und in Khao Lak gibt es unzählig viele Möglichkeiten einen solchen Ausflug zu buchen.

 

Die Tour war sehr gut organisiert, mit einer pünktlichen Abholung am Hostel (um 07:15 Uhr). Im Hafen angekommen wurde ein reichhaltiges Frühstücksbuffet serviert, während die ersten Briefings stattfanden und die Ausrüstung verteilt wurde. Wir wurden dann auf unsere Speed-Boote verteilt und ich landete mit 21 weiteren Menschen zusammen auf einem Boot. Das war schon recht kuschelig, als die Crew dann meinte, dass sie bis zu 30 Personen mitnehmen war ich doch etwas erstaunt, denn das muss dann richtig eng werden.

 

Die Fahrt zu unserem ersten Stop auf Ko Surin Tai war recht entspannt, aber mit guten 2h auch echt lange auf dem kleinen Speedboot. Unseren ersten Stop machten wir bei einem Dorf der Moken. Die Moken sind ein indigenes Volk von Seefahrer-Nomaden, die immer ein halbes Jahr auf See sind und ein halbes Jahr auf ihrer Insel leben. Mittlerweile wollen die Moken immer mehr Kontakt mit den Landbevölkerung und auch den Touristen um sich selbst zu finanzieren. Viele Moken-Männer arbeiten mittlerweile im Tourismus um mit dem verdienten Geld Reis und weitere Lebensmittel zu kaufen, die nicht selbst angebaut werden können. Seit einigen Jahren gibt es auch Lehrer, die die Kinder zumindest während der Zeit an Land unterrichten. Zunächst war ich etwas skeptisch und mir nicht so richtig sicher, ob es gut ist, Touristenboote in das Dorf zu schicken. Meine Meinung hat sich dazu aber etwas geändert, nachdem ich mich da mit unserem Skipper (der selbst aus dem Dorf stammt) unterhalten habe. Er versichterte mir, dass der Tourismus für die Menschen sehr wichtig sei, da es sonst keinerlei Einnahmequellen gibt. Außerdem gibt es ganz klare Regeln, in welchem Zeitfenster das Dorf besucht werden darf. Ich habe mich auch mit kleinen Souvenirs eingedeckt und dabei sehr viele strahelnde Gesichter bekommen.

Zum Mittagessen waren wir auf Ko Surin Nua, in der Ao Chong Kad. Da war ein reichliches Buffet hergerichtet und es trafen sich alle Touri-Boote zum Essen. Überlaufen war es aber trotzdem nicht und das Essen war sehr authentisch Thai. 

 

Das Highlight an der Nordinsel ist der atemberaubende Honeymoon Beach, der nur wenige Minuten zu Fuß von der Chong Kad Bay entfernt ist. Dort hatten wir nochmal eine gute Stunde Zeit zum Verweilen. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, waren dort keine Menschenmassen und es hat sich sehr gut verlaufen. An dem Strand hätte ich es durchaus auch eine bisschen länger aushalten können.

 

Es gibt auch die Möglichkeit auf Ko Surin zu zelten. Das ist sicher ein tolles Abenteuer und hätte mir auch sehr gut gefallen. Da allerdings mein Tauchkurs am nächsten Tag starten sollte, war das zeitlich leider nicht drin. Grund genug zurückzukehren, oder?

Der erste Schnorchelspot Ao Bon war nur wenige Minuten mit dem Boot entfernt. Ein toller Spot mit vielen Korallen und vielen kleinen bunten Fischen. Hier habe ich auch meinen ersten Papageifisch gesehen. Als Unterwasserneuling ist für mich sowieso alles so richtig spannend

 

Der zweite Schnorchelspot trägt den schönen Namen Nemo Village, da an diesem Spot verhältnismäßig viele Clownfische in ihren Anemonen leben. Der Spot war nochmal schöner als der erste, denn hier gab es nochmal deutlich mehr Fische zu sehen. Hier gab es auch einige bunte Seesterne und Seeigel. Allerdings war hier das Korallensterben noch deutlicher zu sehen als beim ersten Spot.

 

Der letzte Schnorchelsport Ao Tao war zum offenen Meer hin. Hier gibt es auch immer mal wieder Großfische zu sehen. Ich fand die Fische zum Teil auch schon echt groß, aber von Großfisch kann da noch nicht die Rede sein. Die Korallengärten waren absolut faszinierend und ich hätte dort stundenlang dem Unterwassertreiben zuschauen können.

 

Drei Schnorchelstopps fand ich echt gut für einen Tag. Auch wenn wir durch die lange Anfahrt echt lange unterwegs waren, hat es sich damit für mich erst so richtig gelohnt.

 

Leider gibt es kein Foto vom Schnorcheln mangels geeigneter Kamera. Für meinen anstehenden Ägyptenurlaub bin ich da aber besser gerüstet.

Schnorchelspot Ao Tao
Schnorchelspot Ao Tao

Die Rückfahrt mit unserem Speedboot war dann ziemlich abenteuerlich, denn es zogen plötzlich Gewitter auf. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt und dabei auch richtig nass. Das war dann sehr unangenehm und kalt. Aber was will man machen, wenn man mitten auf dem Meer ist? Zurück am Hafen wurden dann trockene Handtücher ausgeteilt und Kaffee und Obst serviert. Den warmen Kaffee haben ich auch echt gebraucht um wieder warm zu werden.

 

Trotz des Gewitters war der Ausflug eines meiner Highlights. Die Surin Islands sind wunderschön und allemal einen Besuch wert. Die Tour war auch sehr gut organisiert, es mangelte an nichts und die Mitarbeiter waren alle super nett und haben uns viel erklärt und gingen gut auf Fragen ein. Wie bereits oben geschrieben, kann ich mir sehr gut vorstellen dorthin zurück zu kommen - dann aber mit Übernachtung oder noch besser auf dem Tauchboot. 

 

Tatsächlich kam ich ein paar Tage und mit dem Tauchschein in der Tasche zurück um beim Richelieu Rock zu tauchen. Mein spektakulärster Tauchgang in meiner kurzen Tauchkarriere, denn hier haben wir so viel gesehen, vor allem auf große Fische und viele Barrakuda-Schwärme. Eigentlich hatten wir auch beste Chancen auf Mantas, aber leider haben wir diese nicht entdeckt. Eine andere Gruppe die mit uns unten war, hat tatsächlich 5 entdeckt. Je nach Jahreszeit können am Richelieu Rock auch Walhaie angetroffen werden, aber außerhalb der Saison kamen wir nicht in den Genuss.

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Hier schreibe ich, Steffi, von meinen kleinen und größeren Reisen in der Heimat und rund um die Welt. Ich habe nie meinen Job gekündigt um die Welt zu bereisen, aber ich nutze jede Gelegenheit unseren schönen Planeten zu erkunden. Auf travel and other stories zeige ich euch, dass man sich auch mit Vollzeitjob kein Abenteuer entgehen lassen muss